Der Gedenkgottesdienst für Trauernde in der Kapellenkirche der Eremitage ist auf große Resonanz gestoßen: Die Ambulante ökumenische Hospizhilfe Siegen e.V. und der Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V. hatten zum Gottesdienst mit anschließendem Austausch eingeladen. Das Vorbereitungsteam um Pastor Wilfried Loik und die Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes, Maria Ermes-Soleymani, Tanja Kraus und Helene Kretzer, hatten den Gottesdienst unter das Motto „Sein wie ein Baum“ gestellt. „Bäume sind fest verwurzelt in der Erde und ihre Krone reicht bis in den Himmel“, so Maria Ermes-Soleymani. „Bäume können – auch wenn sie beschnitten wurden – wieder neue Äste und Blätter ausbilden, und jedes Jahr werden neue Jahresringe gebildet – auch wenn die Umstände widrig sind“, führte Pastor Loik in seiner Ansprache weiter aus. „Dieses Bild passt gut zu der Situation, in der sich Menschen befinden, die einen Verlust erlitten haben.“ Die Angehörigen konnten im Rahmen des Gedenkgottesdienstes kleine Blätter mit den Namen des Verstorbenen beschriften und an einen Birkenast hängen, der in der Kirche aufgestellt war. Mit berührenden und lebendigen Gospelstücken unterstützte der Gospelchor Trinity mit Chorleiter Sebastian Heupel den Gottesdienst. „Es war ein ganz besonderer Gottesdienst“, waren sich Besucher und ehrenamtliche Organisatoren einig. Noch eine ganze Zeit saßen die Angehörigen und Mitarbeitenden von Caritas und Hospizhilfe nach dem Gottesdienst zusammen und tauschten Erinnerungen aus. Dabei zeigte sich, wie dankbar die Trauernden darüber waren, dass noch einmal der Verstorbenen gedacht wurde. „Ich habe für mich viel Tröstliches aus dem Gottesdienst und den anschließenden Gesprächen mitnehmen können. Es hat gutgetan, diese Gemeinschaft zu erfahren“, so eine Besucherin zum Abschied.

Sein, wie ein Baum… Gedenkgottesdienst stieß auf großes Interesse
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